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Panorama | Linz-Land | Reinhard Feuchtner | 10.02.2012

Kein "TSCHÜSS und HALLO" an bayrischer Mittelschule

Passauer Schule verbietet "Tschüss und Hallo" als Grußform !

Sprachkultur pflegen

Hallo" und "Tschüss" – für die Passauer Rektorin Petra Seibert sind das Reizwörter. Sie legt Wert auf gutes Benehmen bei ihren Schülern, schließlich sollen sie sich bei der Jobsuche nicht blamieren. Den norddeutschen Gruß empfindet sie als unhöflich – und hat daher ihre Schule zur "Hallo- und tschüss-freien Zone" erklärt.

 

"Wir bemühen uns, ohne diese beiden Grußformeln in unserem Haus auszukommen", verkündet ein Aushang in der Mittelschule St. Nikola. "Über ein 'Grüß Gott' und ein freundliches 'Auf Wiedersehen' freuen wir uns jedoch jederzeit." Nichtbayern mögen sich über diese Regelung wundern – im Freistaat bleibt der große Proteststurm aus.

Seiberts Ansatz mache pädagogisch Sinn, sagt der Sprecher des bayerischen Kultusministeriums, Ludwig Unger. "Es ist ein positives Signal der Wertschätzung, aber man darf es nicht zum Dogma stilisieren." Die Jugendlichen müssten den Sinn der Aktion verstehen, um sie anzunehmen.

Sollten nicht wir in Österreich auch mehr auf unsere Sprachkultur achten und sie Pflegen, als dauernd

andere Floskeln und Grußformen zu kopieren. Sonst sind wir Österreicher  ja auch sehr traditionsbewußt.

 

Reinhard Feuchtner

www.welt.de

 

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