Sport | Ried im Innkreis | Ried im Innkreis | Kurt Schmidsberger | 01.12.2011
SV Josko Ried kickt am Samstag in der Südstadt gegen die Admira
Mit der SV Ried und Admira treffen am Samstag, dem 3. Dezember, um 18.30 Uhr zwei punktegleiche Tabellennachbarn aufeinander. Ried nimmt derzeit den dritten Tabellenplatz ein, die Admira folgt auf Rang vier. „Die Admira hat sich Respekt erarbeitet. Die anderen Mannschaften nehmen die Admira deshalb nicht nur ernst, sondern stellen sich auch auf sie ein“, erklärt SVR-Trainer Paul Gludovatz die zuletzt etwas schlechteren Resultate der Niederösterreicher.
Paul Gludovatz: „Admira ist spielerisch ausgezeichnet“
„Für mich war jetzt dieser kleine Einbruch von Admira nicht zu erwarten, weil sie mit einzelnen, gezielten Veränderungen sehr viel aus der Ersten Liga mitgenommen haben. Sie haben die Großen geschlagen, da war eine Stabilität sichtbar“, sagt Paul Gludovatz. „Die Admira ist spielerisch ausgezeichnet, aber die anderen Mannschaften haben sich jetzt darauf eingestellt. Sturm hat sich gegen Admira weit zurückgezogen und die Admira hat damit nichts anfangen können. Admira hatte die größeren Spielanteile. Sturm hat das aber geschickt gemacht und die Admira im eigenen Stadion geschickt ausgekontert. Die Admira hat sich Respekt erarbeitet. Die anderen Mannschaften nehmen die Admira deshalb nicht nur ernst, sondern stellen sich auch auf sie ein. Auch uns geht das so. Deshalb ist es für uns zuhause auch schwer zu spielen, weil sich die anderen Mannschaften auf uns einstellen.“
Stefan Reiter: „Jetzt geht es um das Sahnehäubchen“
„Ob Admira jetzt einen Einbruch hat, ist schwer zu sagen. Die Spiele waren immer sehr eng, auch zuletzt. Den Aufsteiger-Bonus haben sie jetzt nicht mehr. Man wird sie nicht mehr unterschätzen. Es wird sicher ein sehr enges Spiel. Sie brauchen auch noch Punkte, damit sie sich das, was sie erarbeitet haben, auch halten können. Aber wir wollen und wir werden mit Punkten heimfahren“, erklärt SVR-Manager Stefan Reiter.
„Ich bin eigentlich nicht so sehr überrascht über unsere Punkte, sondern dass wir mit dieser Punkteanzahl punktegleich mit dem Ersten sind. Keine Mannschaft hat bisher durchgehend stabile Leistungen gezeigt. Das kann viele Gründe haben. Die Europacup-Spiele, viele Veränderungen wie bei Rapid, Verletzungen. Das wird sich im Frühjahr sicher wieder relativieren. In der vergangenen Saison war es im Herbst ähnlich. Wir haben nach der schweren Auslosung zu Beginn eine relativ gute Konstanz gehabt, deshalb auch dieser Erfolg. Das Spiel gegen Innsbruck war ein Schlüsselspiel, mit dem wir uns ganz klar oben positioniert haben. Der Abstand zum Mittelfeld zu Innsbruck ist groß. Ein extremer Rückfall kann im Herbst jetzt nicht mehr passieren. Wir haben alles erreicht, was wir uns erhofft und erwünscht haben. Jetzt geht es um das Sahnehäubchen. Um weitere Punkte, auf die man im Frühjahr aufbauen kann. Wir rechnen noch mit Punkten und nehmen jeden sehr gerne an.“
Paul Gludovatz: „Habe die vier großen Mannschaften anders eingeschätzt“
Zur engen Tabellensituation in der Meisterschaft sagt Paul Gludovatz: „Mit so einer engen Situation kann man nicht rechnen, weil man die anderen davor nicht einschätzen kann. Man kann für sich selbst hochrechnen, was man erreichen will. Und da waren diese 25 Punkte als Ziel schon schwierig genug. Ich habe die vier großen Mannschaften anders eingeschätzt, das war so nicht zu erwarten. Am Beginn der Meisterschaft war es klar, dass es für uns schwierig wird. Gegen die vier großen Mannschaften haben wir nur zwei Punkte geholt, das war Normalität. Dann war aber der Erwartungsdruck da, dass wir die anderen schlagen können. Es kamen auch noch die internationalen Spiele dazu. Da waren dann phasenweise einzelne Situationen, die wir gut bewältigt haben. Das hat sich dann stabilisiert. Und wurde immer wieder mit guten Phasen im Spiel erweitert. Das war so für mich nicht zu erwarten. Die Ausfälle von Glasner, Royer und Mader waren eigentlich nicht zu verkraften. Dass das trotzdem gelungen ist, spricht umso mehr für die Spieler, die zum Einsatz gekommen sind. Wenn man von Kopenhagen mit einem 2:4 und einem Aufstieg nach Hause fährt, dann vergisst man natürlich die Qualen. Man nimmt die Freude mit in die nächsten Runden. Der Muskel denkt nicht. Und wenn die Freude da ist, geht der Muskel auch mit. Die guten Leistungen gegen Eindhoven und auch die Erfolge in der Meisterschaft haben die Spieler sicherlich positiv mitgenommen.“
Robert Zulj: „War überzeugt davon, dass wir nicht unten dabei sein werden“
Das Tor für Ried im ersten Spiel gegen Admira erzielte Robert Zulj. „Wir haben uns zuhause gegen die Admira sehr schwer getan. In der Südstadt wird es noch schwerer werden. Sie haben gegen gute Gegner sehr gute Ergebnisse erzielt. Wir werden uns sehr gut auf sie einstellen müssen, damit wir dort bestehen können“, sagt der 19-jährige Stürmer. „Im Spiel gegen die Admira zuhause bin ich eingewechselt worden. Der Trainer hat mir gesagt: ‚Schau, dass du das Tor machst‘. Und das ist mir gelungen. Ich habe jetzt im Herbst drei Tore erzielt. Man darf eigentlich nie zufrieden sein. Aber wenn ich mir meine Einsatzminuten ansehe, dann sind diese drei Tore nicht so schlecht.
Wir haben eine gute, junge Mannschaft. Ein gutes Kollektiv und wir stehen hinten sehr kompakt. Ich war überzeugt davon, dass wir nicht unten dabei sein werden, sondern in der Mitte bis oben. Gut sind nicht nur die Ergebnisse, sondern auch wie wir spielen.
Die große Stärke von Admira ist für mich der Konter. Sie spielen von der Defensive schnell in die Offensive. Vier, fünf Spieler schieben immer mit. Dadurch entsteht oft eine Überzahl und das spielen sie sehr gut aus.“
Statistik spricht auch auswärts für die SV Josko Ried
29 Mal trafen die SV Josko Ried und Admira in der Bundesliga bisher aufeinander. Die Gesamtbilanz ist für Ried mit 13 Siegen, acht Unentschieden und acht Niederlagen positiv. Aber auch auswärts hat die SV Ried gegen Admira die Nase vorne: In den bisherigen 14 Auswärtsspielen siegte Ried sechs Mal, die Südstädter drei Mal. Fünf Mal trennten sich die beiden Mannschaften mit einem Unentschieden. Auch die letzte Begegnung endete am 17. September in der „Keine Sorgen Arena“ Unentschieden. Stefan Schwab erzielte in der 39. Minute den Führungstreffer der Gäste. Robert Zulj glich in der 79. Minute zum 1:1-Endstand aus.
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