Chronik | Steyr-Land | Gaflenz | Kurt Schmidsberger | 16.08.2011
600 Gäste strömten beim 32. OÖ. Almwandertag am Montag auf die Forsteralm in Gaflenz.

v.l.: LKR Heumer, Nationalrat Singer, Kammerdirektor Pernkopf, LKR Antensteiner, Almbewirtschafter Forster, Almbauernobmann Feßl, LR Hiegelsberger, BBKO Pörnbacher und Bürgermeister Kellnreiter (Foto: Fr. Hirtenlehner, LK Steyr )
"Alm verbindet Landwirtschaft und Tourismus, es ist unsere Pflicht, diese einmalige Landschaft zu erhalten", sagte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, der die Forsteralm ebenfalls erwanderte.
455 bewirtschaftete Almen auf 33.000 Hektar, davon knapp 5.000 Hektar reine Weidefläche, gibt es im "Almland Oberösterreich". Nachdem in den 50erJahren der Bestand der bewirtschafteten Almen um mehr als die Hälfte geschrumpft ist, erlebt die Almwirtschaft seit einigen Jahren wieder einen Aufschwung. Aufgelassene Flächen werden mit Unterstützung des Landes Oberösterreich revitalisiert und wieder in Bewirtschaftung genommen.
"Die Almen sind ein wesentlicher Teil der reizvollen Landschaft Oberösterreichs. Als beliebte Wanderziele sind sie für den Tourismus unverzichtbar, und als Weideflächen tragen sie zur Produktion bester Lebensmittel bei", sagt Hiegelsberger.
Die Erhaltung der Almen muss daher ein gesellschaftliches Anliegen sein. "Gepflegte Almen dienen dem Erosionsschutz, der Erhaltung geschlossener Ökosysteme und erfüllen als Erholungsflächen eine wichtige touristische Aufgabe", sagte Hiegelsberger, wobei er die Leistungen der Bergbäuerinnen und Bergbauern besonders hervorhob: "Möglich ist das nur mit viel Idealismus und Einsatz der Almbäuerinnen und Almbauern!"
Er erinnerte auch daran, dass die Konsumentinnen mit dem Griff zu den qualitativ wertvollen Produkten unserer heimischen Landwirtschaft die Almen unterstützen können.
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