Chronik | Vöcklabruck | Attnang-Puchheim | Kurt Schmidsberger | 06.02.2012
Seit 2005 in Österreich lebende, "bestens integrierte" Familie Avdyli soll abgeschoben werden
Linz (KAP) Gegen die Abschiebung der seit 2005 in Österreich lebenden, "bestens integrierten" Flüchtlingsfamilie Avdyli aus dem Kosovo haben am Montag auch Kirchenvertreter im Raum Vöcklabruck protestiert. Der Betriebsseelsorger und Sprecher des Armutsnetzwerkes Vöcklabruck-Gmunden, Bert Hurch-Idl, rief Montagabend zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Rathausplatz in Attnang-Puchheim auf, wo die Familie Avdyli lebt. Mitveranstalter sind neben dem Armutsnetzwerk auch das Mauthausenkomitee Vöcklabruck sowie die beiden Schulen, die die zwei Kinder der Familie besuchen.
Die Familie sei "bestens integriert"; alle sprächen sehr gut deutsch, der Vater habe Arbeit, begründete Hurch-Idl seinen Einsatz gegen den Abschiebebescheid der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, die schon im Fall Arigona Zogaj Widerstand ausgelöst hatte.
Auch mit Blick auf die beiden Kinder Qendresa (9) und Avdyl (11) sei die Entscheidung nicht nachvollziehbar: "Sie gehen in Attnang mit gutem Lernerfolg zur Schule", informierte Hurch-Idl auf der Webseite der Diözese Linz. Dem Einsatz für den Verbleib der Familie, die laut Bescheid Österreich mit 11. Februar verlassen müsste, haben sich auch der Attnanger Pfarrer Alois Freudenthaler und Dechant P. Josef Kampleitner aus Maria Puchheim angeschlossen
Quelle - KATHweb
Fotos - Helmut Klein
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